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Autorin des Buches
"Gesunde Pferde - ein Praxishandbuch"
Stationäre Huftherapie in eigener "Hufklinik Vulkaneifel",
Klassische Homöopathie für Tiere
Die Hufstellung kann den gesamten Bewegungsapparat beeinflussen- davon hat mittlerweile schon fast jeder Pferdebesitzer mal gehört oder sogar mit seinem eigenen Vierbeiner schmerzliche Erfahrungen machen müssen. Hat das Pferd hat eine Fehlstellung der Hufe oder eine unphysiologische Hufform, also eine Hufform, die den natürlichen Huffunktionen entgegen steht, so hat das Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsablauf des Pferdes und kann unter anderem zu Schmerzen, Muskelverspannungen, hauptsächlich in Schulter und Wirbelsäule, zu Sehnenproblemen bis hin zu Gelenkentzündungen und arthrotischen Veränderungen führen- von den bekannten Hufkrankheiten mal ganz abgesehen. Einfach gesagt: stimmt die "Basis" nicht, können auch die darüber liegenden "Systeme" nicht richtig funktionieren.
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Interessant wird es aber im umgekehrten Fall, der eigentlich eher unbekannt ist und doch häufiger anzutreffen ist als geglaubt:
Wenn Probleme in der Wirbelsäule die Hufgesundheit beeinflussen!
In der Tat sind mir in der Praxis häufig Fälle begegnet, in denen ein Hufproblem oder ein Stellungsfehler ihre Ursache in einem Problem des Rückens hatten. Wichtig ist bei der Therapie oder Pflege von Hufen, ein ganzheitliches Konzept einzuhalten, sich also nicht nur auf Hufstellung und -form und das Gangbild des Pferdes zu konzentrieren, sondern auch Faktoren wie Haltungsbedingungen, Bodenbeschaffenheit, Fütterung, Reitweise und Reitzubehör, also Sattel und Zaumzeug mit einzubeziehen. Letzte beiden aus zum Beispiel folgenden Gründen:
Ein schlecht sitzender Sattel, der zum Beispiel dem Pferd im Schulterbereich zu eng ist und/oder drückt, kann die Bewegung der Vorhand entscheidend beeinflussen. Schmerzt die Schultermuskulatur aufgrund von Druck und verspannt sich, vermeidet das Pferd oft raumgreifende Schritte, es kommt beim Laufen/Reiten "nicht aus der Schulter heraus", wie auf "reiterdeutsch" oft gesagt wird oder einfach ausgedrückt: das Pferd macht kürzere Schritte.
Dadurch kommt es in der Bewegung auch nicht physiologisch mit der Ballen-/Trachtenregion des Hufes auf, sondern wird vermehrt zuerst auf der Zehe, dem vorderen Hufbereich fussen. Damit ist wiederum die Belastung der Zehe und auch der Abrieb erhöht und kann im weiteren Verlauf zu einer steileren Hufstellung führen, die wiederum zu weiteren allgemeinen Muskelverspannungen, Belastungen von Sehnen und Gelenken, etc. führt. Die natürlicherweise gleichmässige Belastung der Hufkapsel beim Laufen ist gestört.
Ebenso können Schmerzen und Verspannungen im Rückenbereich, neben reiterlichen Ursachen, problematischen Haltungsbedingungen (zum Beispiel Fressen mit zu hoher Kopfhaltung), unter anderem ihre Ursache auch sehr häufig in einem nicht passenden Sattel haben - wie hier im Expertenbereich und auf der Barefoot-Homepage bestens beschrieben -. Diese Probleme durchziehen meist die gesamte Wirbelsäule, über den Lendenwirbelbereich bis hin zum Kreuz-Darmbeingelenk, was bei vielen Pferden, laut Aussagen von Pferdeosteopathen- und Physiotherapeuten häufig blockiert ist und Schmerzen verursacht.
Oft kommt es dann zu einer Kompensation, das heisst das Pferd versucht mittels einer Schonhaltung/Schiefstellung der Hüfte dem Schmerz auszuweichen und damit werden auch die Hinterhufe wiederum ungleichmässig belastet, was relativ schnell zu einer Fehlstellung der Hufe, mit allen negativen Folgen (zum Beispiel Spat = Arthrose in den Sprunggelenken, etc.) führen kann. Dann sind auch regelmässige Stellungskorrekturen in der Hufpflege oft im Ergebnis unbefriedigend, da die Ursache tatsächlich weiter oben zu suchen ist.
Deshalb finde ich baumlose Sättel, insbesondere die speziell für den Pferderücken entwickelten Barefoot-Sattel, die beste Lösung. Als Therapeut am Pferd, egal in welchem Bereich, versucht man immer einen ganzheitlichen Blick innezuhaben, dass heisst man versucht alle Faktoren, die die Pferdegesundheit beeinflussen in die Behandlung mit einzubeziehen und auch in der Huftherapie/Hufpflege ist der Sattel ein entscheidender Faktor. Denn wenn auch das Pferd keinerlei Hufproblem hat, kann ein schlecht sitzender Sattel das Gangbild massiv beeinflussen und Schmerzen verursachen.
Barefoot-Sättel passen immer und unterstützen den natürlichen Bewegungsablauf des Pferdes. Nicht nur die Qualität und Vielseitigkeit der Barefoot- Sättel, sondern auch die Beratung der Pferdebesitzer durch Barefoot ist vorbildlich und deshalb empfehle ich diese Sättel in jedem Fall gerne weiter.