Als Tildra, meine kleine Islandpferdestute, nach ihrem vierten Sommer von der Weide zurück an den Stall kam, begann ich mir Gedanken zum Thema Anreiten und Sattel zu machen.
Ich wollte Tildra so wenig wie möglich einschränken und so viel wie nötig aufwenden, um sie sanft und freundlich an alles, was ein Reitpferd können muss, heranzuführen.
Meine Entscheidung folgte sehr schnell, Tildra sollte gebisslos und baumlos geritten werden.
Da sie mein erstes Pferd ist und auch mein erstes rohes Jungpferd war, dachte ich an einen Sattel mit Pauschen, damit ich sicheren Halt habe für meine Knie.
Der London wurde bestellt in Größe 1 und er wirkte recht mächtig auf meinem kleinen Teddypferdchen.
Doch das Probereiten auf einem anderen Isi hatte mich überzeugt: mega bequem und das Pferd ging toll.
Nach der Bodenarbeitsphase, dem Longieren (mit Sattel) und vielen anderen Übungen zur Vorbereitung auf das Reiten, folgten unsere ersten gemeinsamen Minuten als Reiter und Reitpferd.
Tildra war so artig und gelehrig, dass wir für unsere Verhältnisse recht schnell voran kamen.
Uns wurde dabei jedoch recht schnell der London zu groß und wuchtig, und somit kaufte ich den Cheyenne in Größe 0.
Er sah viel besser auf Tildra aus und ich fühlte mich noch viel näher am Pferd beim Reiten! Das war und ist auch jetzt noch ein super Gefühl.
Seit dem lernen wir beide täglich weiter, wachsen immer mehr zum Team zusammen und genießen die gemeinsame Zeit auf dem Platz, der Ovalbahn und im Gelände.
Gesprungen sind wir vor ein paar Tagen auch zum ersten Mal und es war wie im Bilderbuch, großartig! Auch das (Ein-)Tölten ist überhaupt kein Problem mit dem Cheyenne.
Ich bin glücklich und dankbar, danke barefoot!
Juliane und Tildra