Moby ist ein acht jähriger reinrassiger Percheron Wallach der wirklich sehr breit gebaut ist. Wir haben ihn hier seit 3 Jahren und er war als Anfängerpferd für meinen Ehemann angeschafft worden. Er wiegt sicher um die 800 kg und ist ein sehr gutes Buschpferd, er hat keine Angst vor den ganzen Tieren die hier so herum springen, aber kann schon mal scheuen, wenn etwas direkt vor ihm auftaucht. Da es hier ziemlich unüblich ist Kaltblüter wie ihn zu reiten, gibt es auch entsprechend keine passenden Sättel. Wir haben vorher einen australischen Stocksattel von Bates benutzt. Man kann die Kammer selber verändern, aber der Sattel war trotz der weitesten Kammer immer noch nicht weit genug und saß auf der Spitze seiner Schulterblätter und quetschte sie auch zusammen. Ich habe ihn deshalb oft ohne Sattel geritten, bin aber bergauf auf dem breiten Rücken immer nach hinten gerutscht. Mein Ehemann ist ein Anfänger und wollte nicht ohne Sattel reiten.
Moby bekam immer mehr Angst vor dem Sattel und versuchte ihm auszuweichen wenn wir ihn auflegten. Er ist auch oft gestolpert und nicht gerne getrabt. Die englischen Sättel sind hier nicht zu empfehlen, da auch das ruhigste Pferd hier in dem dicken Busch scheuen kann und man darin nicht soviel Halt hat. Ich hatte auch einen Westernsattel gekauft und ausprobiert, da die eher für breite Pferde gemacht sind, aber der Sattel lag vorne viel zu hoch auf, war sehr unbequem und hat vor allem das Reitergewicht nicht gleichmässig verteilt.
un besitzen wir seid 2 Monaten einen neuen Barefoot Cheyenne mit dem weiten Fiberglasteil und einer Physio Unterlage und Moby ist wie ausgewechselt. Wenn ich den Sattel auflege schaut er erst Mal , als wenn er sich vergewissern will , ob es auch der richtige ist und steht dann sehr ruhig da und weicht nicht mehr aus.
m Wald dann läuft er viel besser, ist viel aufmerksamer und konzentrierter. Er stolpert nicht mehr so oft über seine Riesenhufe und vor allem hat er viel mehr Spaß zu traben, man merkt das ihm die Ausritte viel mehr Freude machen, und er trabt oft von selbst los. Er greift mit den Vorderbeinen weiter aus und er trägt seinen Kopf besser. Heute sind wir durch einen Waldbrand geritten, der auf einer Seite des Weges immer noch sehr aktiv war und ich habe mich im Cheyenne sehr sicher gefühlt, obwohl Moby oft im Zickzack getrabt ist um dem Qualm auszuweichen. Meinem geplagten Rücken tut das Reiten nun auch gut, denn die Stöße auf dem harten Boden hier werden doch durch den Sattel sehr gut abgefedert.
Ein großes Lob für den Cheyenne, den ich auch auf meinen anderen Pferden benutze!
Grüße von Moby und Barbara
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